Gate News Nachricht, am 30. März 2026, gab die von Strategy Inc. entwickelte variabel verzinsliche Vorzugsaktie STRC offiziell den Marktzugang frei. Das Produkt bietet Anlegern eine Renditeexponierung in Bezug auf Bitcoin; die aktuelle jährliche Rendite liegt bei etwa 11,5%. Allerdings könnten britische Anleger bei der Teilnahme an dieser Art von hochrentierlichen Vermögenswerten mit steuerlichen Kosten konfrontiert sein, die über die Erwartungen hinausgehen.
STRC wird nahe am 100-Dollar-Nennwert gehandelt und zahlt monatlich variable Dividenden aus. In den USA werden solche Ausschüttungen in der Regel als Kapitalrückzahlungen (ROC) eingestuft, ohne dass Einkommensteuer anfällt; zudem kann dies die Anschaffungskosten der Position senken. In Großbritannien bewerten jedoch die meisten Plattformen diese Ausschüttungen als „ausländische Dividenden“, was bedeutet, dass Anleger die Einkommensteuer anhand des persönlichen Grenzsteuersatzes zahlen müssen: der Grundsteuersatz beträgt 8,75%, und für Personen mit hohem Steuersatz kann er bis zu 39,35% betragen. Zusätzlich fällt beim Verkauf des Vermögenswerts weiterhin die Kapitalertragsteuer an, wodurch eine Struktur entsteht, die einer „doppelten Steuerbelastung“ ähnelt.
Der Analyst James Van Straten wies darauf hin, dass diese Unterschiede in der steuerlichen Behandlung die tatsächliche Rendite britischer Anleger deutlich reduzieren. Als Alternative nannte er die von 21Shares herausgegebene Strategy Yield ETP (die ebenfalls die betreffenden Vermögenswerte nachbildet). Dieses Produkt verwendet eine kumulative Struktur: Die Erträge werden automatisch reinvestiert und es erfolgen keine Ausschüttungen in bar. Dadurch wird eine sofortige Ertragsbesteuerung vermieden; stattdessen fällt die Kapitalertragsteuer erst beim Verkauf an.
Für Anleger, die ein britisches ISA-Konto nutzen, sind die steuerlichen Auswirkungen dagegen vergleichsweise begrenzt. Dieses Konto ermöglicht es, Dividenden, Zinsen und Kapitalgewinne innerhalb des jährlichen Kontingents steuerfrei zu realisieren. Daher kann man sowohl STRC direkt halten als auch über ETPs indirekt damit konfigurieren, wodurch die Unterschiede in der Steuerbelastung umgangen werden. In einem gewöhnlichen Kontoumfeld wirkt sich die Produktstruktur jedoch deutlich auf die steuerbereinigte Rendite aus.
Zu beachten ist, dass auch Wechselkursschwankungen, die Kostenstruktur und die Art der Berichterstattung durch die Plattform die endgültige Rendite beeinflussen. Marktweit wird allgemein erwartet, dass die tatsächliche Rendite nach Abzug der jeweiligen Kosten nahe bei 10% liegen könnte. In der aktuellen Regulierungsumgebung sollten Anleger vor der Allokation von Bitcoin-bezogenen Renditeprodukten die Steuerregeln und die Unterschiede in der Produktstruktur gründlich verstehen, um unnötige Kostenwirkungen zu vermeiden.