Am 12. März wurde berichtet, dass mit den bevorstehenden US-Midterm-Wahlen 2026 die Märkte beginnen, die möglichen Auswirkungen dieses politischen Zyklus auf den Bitcoin-Kurs zu beobachten. Eine Forschungsinstitution stellte in ihrem neuesten Bericht fest, dass Wahljahre in den USA oft mit hoher politischer Unsicherheit einhergehen, während Risikoanlagen in dieser Phase in der Regel schwächer abschneiden. Nach klaren Wahlergebnissen kommt es jedoch häufig zu deutlichen Marktreaktionen nach oben.
Historische Daten zeigen, dass im Vierjahreszyklus der US-Präsidentschaftswahlen die Midterm-Wahljahre zu den schwächsten Phasen des S&P 500 gehören. Statistiken belegen, dass dieser Index in Wahljahren durchschnittlich um etwa 16 % korrigiert, wobei in den vergangenen zehn Zyklen sieben Mal Rückgänge von über 10 % verzeichnet wurden. Aufgrund der hohen Korrelation zwischen Bitcoin und dem Aktienmarkt auf makroökonomischer Ebene liegt der durchschnittliche Rückgang von Bitcoin in Wahljahren in den USA sogar bei etwa 56 %.
Dennoch erholen sich die Märkte meist rasch nach den Wahlen. Daten zeigen, dass der S&P 500 innerhalb von zwölf Monaten nach den Midterm-Wahlen durchschnittlich um etwa 19 % steigt, während Bitcoin noch deutlich stärker reboundet, mit einem durchschnittlichen Anstieg von rund 54 % in diesem Zeitraum. Analysten führen diese Entwicklung hauptsächlich auf das Nachlassen der politischen Unsicherheit zurück. Wenn sich die politische Richtung allmählich klärt, fließen die Gelder wieder in risikoreiche, volatile Vermögenswerte.
Gleichzeitig weisen mehrere Analysten darauf hin, dass die historische Kursentwicklung von Bitcoin mit den Zeitpunkten der Midterm-Wahlen übereinstimmt. Die letzten drei Wahljahre – 2014, 2018 und 2022 – befanden sich alle in einer Bärenmarktphase, wobei die Markt-Tiefs häufig vor oder nach den Wahlen im November auftraten.
Der On-Chain-Analyst Willy Woo äußerte kürzlich eine ähnliche Einschätzung. Er glaubt, dass der aktuelle Bärenmarkt möglicherweise im vierten Quartal 2026 endet. Einige noch radikalere Prognosen gehen sogar davon aus, dass der Bitcoin-Preis bei seinem Tiefpunkt auf etwa 30.000 US-Dollar fallen könnte, um anschließend eine neue langfristige Aufwärtsphase einzuleiten.
Die On-Chain-Analysefirma CryptoQuant reduziert anhand ihrer Indikatoren den potenziellen Bodenbereich auf den Zeitraum zwischen Juni und Dezember 2026, wobei die Monate September bis November als Zeitfenster mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine temporäre Bodenbildung gelten.
Mehrere Studien deuten darauf hin, dass, wenn sich die historischen Zyklen fortsetzen, die zweite Jahreshälfte 2026, insbesondere die Monate vor und nach den US-Midterm-Wahlen, zu bedeutenden Zeitpunkten für den Bitcoin-Markt werden könnten. Analysten warnen jedoch auch, dass sich die Struktur des Kryptomarktes derzeit wandelt. Globale Geldpolitik, geopolitische Risiken und die katalytischen Faktoren innerhalb der Digital-Asset-Branche selbst könnten neue Einflüsse auf die Kursentwicklung haben.