Aster (ASTER) steht nach dem Listing weiterhin unter Druck und ist vom Hoch bei 1,50 US-Dollar um etwa 70 % gefallen. Aus technischer Sicht hat ASTER bei rund 1,40 US-Dollar eine markante umgekehrte V-Top-Struktur ausgebildet: Nach einem steilen Anstieg folgte ein ebenso schneller Rückfall, wodurch Käufer im Verlust gefangen sind. Der Kurs verharrt dabei dauerhaft unter der 20-, 50- und 200-Tage-Linie, was den Fortbestand des Abwärtstrends bestätigt.
Nach der V-Top-Messmethode verläuft die Nackenlinie von ASTER im Bereich von 1,04 bis 1,05 US-Dollar. Fällt diese Unterstützung, könnte der Preis weiter auf 0,82 US-Dollar absinken – entsprechend dem 1,0-Fibonacci-Extension-Level. Trotz der schwachen Tendenz versuchen noch immer 68 % der Trader auf den großen CEX-Perpetual-Märkten, das Tief zu kaufen und Long zu gehen. Doch im Abwärtstrend werden Long-Positionen kontinuierlich liquidiert. Die kumulierten Netto-Long-Positionen nehmen stetig ab, während sich die Netto-Short-Positionen kaum verändern. Das zeigt: Der aktuelle Abverkauf wird nicht von Shortsellern angetrieben, sondern von Long-Tradern, die unter Druck gezwungen werden, ihre Positionen zu schließen – was den Kurs weiter langsam nach unten drückt.
Setzt sich diese Liquidierungsdynamik fort, werden ASTER-Erholungen eher als „Liquiditätsbereitstellung“ dienen, statt eine Trendwende einzuleiten. Komplett aussichtslos ist die Marktlage jedoch nicht: Aster DEX beschleunigt seit dem 8. Dezember die vierte Phase des Rückkaufprogramms und verwendet 60–90 % der Plattform-Gebühreneinnahmen täglich für Rückkäufe – mit einem Volumen von bis zu 4 Millionen US-Dollar. Jüngst wurden zudem rund 78 Millionen ASTER-Token verbrannt und eine gleich große Menge in eine gesperrte Airdrop-Wallet übertragen. Dies stärkt die deflationären Erwartungen und bietet dem Preis langfristige Unterstützung.

(Quelle: TradingView)
Aus technischer Sicht bildet sich derzeit bei 0,91 US-Dollar eine potenzielle Doppelboden-Struktur heraus – in dieser Zone kam es bereits zuvor zu erfolgreichen Erholungen. Verteidigen Käufer dieses Niveau erneut und wird die Nackenlinie bei 1,39 US-Dollar gebrochen, könnte ASTER eine Zwischenkorrektur bis auf 2,19 US-Dollar starten.
Insgesamt bleibt der kurzfristige Liquidierungsdruck hoch, und ASTER läuft weiterhin Gefahr, das 0,82-Dollar-Niveau zu testen. Dennoch bieten Rückkaufmechanismus, Token-Burns und die Roadmap bis 2026 (inklusive Layer-1, Governance und Staking-Upgrades) mittelfristiges bis langfristiges Potenzial. Kurzfristig entscheidet sich alles an der Unterstützung bei 0,91 US-Dollar: Hält diese, könnte das Token erstmals seit Wochen ein wirksames Signal für eine Trendwende liefern.
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