Raoul Pal argumentiert, dass Krypto wie ein Makro-Asset gehandelt wird, getrieben von Zinssätzen, Schulden und Liquidität und nicht von Bitcoin-Halvings.
Er verbindet aktuelle Zyklen mit der Schuldenübertragung nach 2008, bei der steigende Zinskosten die Liquiditätsausweitung auf den Märkten erzwingen.
Pal erwartet den nächsten Höhepunkt im Krypto-Zyklus Ende 2026, wobei er auf Schuldenzeitpläne und demografische Faktoren verweist, die die Expansion verlängern.
Raoul Pal sagte den Teilnehmern, dass Krypto-Märkte makroökonomischen Kräften folgen, nicht den Bitcoin-Halving-Zeitplänen. Er machte diese Bemerkungen während seines Opening Keynotes und Macro Teach-In bei Solana Breakpoint 2025 in Abu Dhabi. Pal erklärte, wie Zinssätze, Schuldenstrukturen und Demografie die Krypto-Zyklen antreiben und wie das Wachstum der Liquidität das Marktmomentum aufrechterhält.
Makrokräfte ersetzen Halving-Erzählungen
Während der Sitzung sagte Pal, dass sich Krypto wie ein Makro-Asset verhält, das an die globalen Finanzbedingungen gebunden ist. Er wies insbesondere die Idee zurück, dass Bitcoin-Halvings die Marktspitzen bestimmen. Stattdessen verband er Preiszyklen mit Trends bei den Zinssätzen und wachsendem Schuldenberg. Laut Pal formen diese Kräfte die Liquiditätsflüsse über alle Risikoanlagen hinweg, einschließlich Krypto.
Er betonte, dass Erzählungen Investoren oft von strukturellen Treibern ablenken. Pal sagte jedoch, dass makroökonomische Liquidität die populären Zyklustheorien stets übertrifft. Er fügte hinzu, dass Krypto auf denselben Druck reagiert wie Aktien und Anleihen. Dieses Rahmenwerk bereitete den Boden für seine Erklärung der Schuldenmechanik.
Schuldenfälligkeitszyklus erklärt Liquiditätswachstum
Pal verfolgte den aktuellen Zyklus zurück auf politische Entscheidungen nach der Finanzkrise 2008. Damals gaben Regierungen große Mengen an Niedrigzins-Schulden mit Laufzeiten von drei bis fünf Jahren aus.
Seitdem haben die Kreditnehmer diese Schulden wiederholt verlängert. Bemerkenswert ist, dass jede Umschuldung die Gesamtverpflichtungen durch zusätzliche Zinskosten erhöhte. Diese steigenden Zinszahlungen erforderten neue Liquidität, um die bestehenden Schulden zu bedienen.
Infolgedessen expandierte die Liquidität im System stetig. Pal sagte, dass dieser Prozess vorhersehbare Zyklen von Kontraktion und Expansion schuf. Daher bewegten sich die Krypto-Märkte im Einklang mit diesen schuldengetriebenen Liquiditätswellen.
Warum sich der Zyklus-Höhepunkt bis Ende 2026 verschiebt
Aufbauend auf diesem Rahmen platzierte Pal den aktuellen Markt in eine Phase der Erholung nach einem Tief. Er sagte, dass die nächste Expansion fortgesetzt werden sollte, da Schuldenbedienung Liquidität hinzufügt. Allerdings widersprach er den Erwartungen eines Höhepunkts im Jahr 2025. Stattdessen wies er auf Ende 2026 als wahrscheinlichen Zyklus-Höhepunkt hin.
Pal sagte, sein Team bei Global Macro Investor sei zu diesem Schluss gekommen, indem es Demografie und Schuldenzeitpläne studierte. Er argumentierte, dass diese Faktoren den Zyklus über die üblichen Prognosen hinaus verlängern. Laut Pal klärt das Verständnis von Krypto als Makro-Asset sowohl das Timing als auch das Marktverhalten.
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