Niederlande verhängen harte Strafen gegen Polymarket! Ilare Bereitstellung von Prognosemarkt-Diensten, mit einer möglichen Höchststrafe von 840.000 Euro

Vorhersagemarkt-Plattform Polymarket erneut im Fokus der europäischen Regulierung. Die niederländische Glücksspielbehörde (Kansspelautoriteit, kurz Ksa) kündigte am 17. Februar 2026 an, eine „Stop-Order mit Bußgeld“ (last onder dwangsom) gegen Adventure One QSS Inc., den Betreiber der Marke Polymarket, zu erlassen, und forderte das sofortige Einstellen der nicht genehmigten Glücksspielangebote auf dem niederländischen Markt. Bei Nichtbefolgung droht eine wöchentliche Geldstrafe von 420.000 Euro, die sich insgesamt auf bis zu 840.000 Euro summieren kann.

Dieses Ereignis verdeutlicht nicht nur die regulatorische Grauzone für Vorhersagemärkte in Europa, sondern löst auch erneut rechtliche Diskussionen darüber aus, ob Vorhersagemärkte als Glücksspiel eingestuft werden sollten.

(Was sind Vorhersagemärkte? Polymarket Einsteiger-Guide: Wettmethoden, Abrechnungsprozesse und Risikoeinschätzung)

Illegale Betreibung ohne Lizenz: Ksa setzt Zwangsmaßnahmen durch

Die niederländische Glücksspielbehörde stellte fest, dass Adventure One QSS Inc. ohne eine niederländische Glücksspiel-Lizenz über die Marke Polymarket Online-Glücksspiele für niederländische Nutzer anbietet, was als illegale Betreibung gilt.

Ksa hat offiziell verlangt, dass Polymarket die entsprechenden Aktivitäten sofort einstellt. Bei Nichtbefolgung droht eine Geldstrafe von 420.000 Euro pro Woche, maximal bis zu 840.000 Euro. Zudem deutete die Behörde an, dass künftig zusätzliche, einkommensabhängige Bußgelder verhängt werden könnten.

Dieses Vorgehen zeigt, dass die Niederlande bei nicht lizenzierten Online-Glücksspielplattformen eine Null-Toleranz-Politik verfolgen, selbst wenn die Plattform blockchain- oder dezentralisierte Technologien nutzt, stellt dies keine rechtliche Ausnahme dar.

Sind Vorhersagemärkte gleichbedeutend mit Glücksspiel? Regulatorische Meinungsverschiedenheiten treten zutage

In den letzten Monaten sorgte Polymarket mehrfach für mediale Aufmerksamkeit, da es Wetten im Zusammenhang mit niederländischen Wahlen anbot, was gesellschaftliche Diskussionen auslöste.

Polymarket argumentiert, dass es sich um „Vorhersagemärkte“ handele und nicht um herkömmliches Glücksspiel. Die Ksa widerspricht dieser Ansicht jedoch eindeutig und stuft die Aktivitäten als Glücksspiel ein, das eine entsprechende Lizenz erfordert.

Die niederländische Regulierungsbehörde erklärte, nachdem sie Kontakt mit dem Unternehmen wegen illegaler Betreibung aufgenommen hatte, dass keine signifikanten Änderungen erfolgt seien und die Dienste weiterhin für niederländische Nutzer zugänglich seien. Daher wurde beschlossen, Zwangsmaßnahmen einzuleiten.

Dieser Streit wirft eine zentrale Frage auf: Wenn Blockchain-basierte Vorhersagemärkte es Nutzern erlauben, auf politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Ereignisse zu wetten, sollten sie dann als Finanzinstrumente, Informationsmärkte oder reines Online-Glücksspiel eingestuft werden?

Behördliche Warnung: Vorhersagemärkte könnten gesellschaftliche Risiken bergen

Ella Seijsener, Leiterin der Ksa-Überwachungsbehörde, äußerte sich dazu:

„Prediction Markets wachsen rasant, auch in den Niederlanden. Doch die Wetten, die von solchen Unternehmen angeboten werden, sind auf unserem Markt in keiner Form erlaubt, selbst für lizenzierte Anbieter nicht.“

Sie betonte weiter, dass neben der Illegalität auch gesellschaftliche Risiken bestehen könnten, etwa potenzielle Einflussnahme oder Manipulationen bei Wahlergebnissen.

Die Haltung der Regulierungsbehörden ist eindeutig: Unternehmen ohne Ksa-Lizenz dürfen, unabhängig von ihrer Geschäftsmodellinnovation, nicht in den niederländischen Glücksspielmarkt eintreten.

Blockchain-Vorhersageplattformen stehen unter globalem Regulierungsdruck

Polymarket, eine bekannte Plattform für blockchain-basierte Vorhersagemärkte, steht in den letzten Jahren zunehmend im Fokus internationaler Behörden. Mit der wachsenden Verbreitung von DeFi und Kryptowährungen wird der Markt für Vorhersagemärkte zu einem aufstrebenden Sektor, der jedoch auch rechtliche Unsicherheiten mit sich bringt.

In Europa ist die Glücksspielregulierung meist streng geregelt. Sobald Geldwetten und Unsicherheiten bei den Ergebnissen im Spiel sind, neigen die meisten Länder dazu, diese Aktivitäten als Glücksspiel zu klassifizieren. Das bedeutet, dass Plattformen, die auf Blockchain basieren, aber an lokale Nutzer gerichtet sind, möglicherweise eine lokale Glücksspiel-Lizenz benötigen.

Die Maßnahmen der Niederlande gegen Polymarket könnten als Präzedenzfall für andere EU-Länder dienen.

Neben Bußgeldern könnten auch zusätzliche Einnahmenstrafen verhängt werden

Neben der aktuellen wöchentlichen Geldstrafe von 420.000 Euro hat die Ksa auch angedeutet, dass künftig zusätzliche, einkommensabhängige Bußgelder verhängt werden könnten. Das würde bedeuten, dass bei nachgewiesenen Einnahmen während der illegalen Betreibung entsprechende Beträge als Grundlage für Strafen herangezogen werden.

Für Polymarket bedeutet dies, dass eine schnelle Anpassung des Zugriffs für niederländische Nutzer notwendig ist, um finanzielle und reputative Risiken weiter zu minimieren.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Chain News ABMedia: Niederlande verhängen hohe Strafen gegen Polymarket! Illegale Vorhersagemarkt-Dienste könnten bis zu 840.000 Euro Bußgeld kosten.

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