- Bitcoin Depot hat die Anforderung der Identitätsüberprüfung bei jeder ATM-Transaktion eingeführt, um die Einhaltung der Vorschriften zu stärken und Betrug zu verhindern.
- Die Änderung erweitert die frühere Überprüfung der Identität bei der Erstregistrierung und folgt auf verstärkte regulatorische Kontrollen und Betrugsbedenken.
Der US-amerikanische Bitcoin-ATM-Betreiber Bitcoin Depot kündigte eine neue Richtlinie an, die von Kunden verlangt, bei jeder Transaktion an seinen Kiosken landesweit einen Ausweis vorzulegen.
Das Unternehmen führte im Februar 2026 eine stufenweise Einführung des neuen Compliance-Prozesses durch und erweiterte die bisherigen Anforderungen an die ID bei der ersten Nutzung auf alle Transaktionen. Ziel ist es, die Compliance-Verfahren zu verbessern und Maßnahmen gegen Betrug sowie illegale Aktivitäten an Krypto-ATMs zu verstärken. Bitcoin Depot betreibt Tausende von Kiosken in Nordamerika, die es Kunden ermöglichen, Bargeld in Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte umzuwandeln.
Laut dem Unternehmen verbessert die erweiterte Anforderung insbesondere die Fähigkeit, verdächtige Muster anhand von Kundenidentität, Standort oder Transaktionsbetrag zu erkennen, bevor Transaktionen genehmigt werden. Die Richtlinie folgt auf die ersten Identitätsprüfungen, die im Oktober 2025 für Erstnutzer im Rahmen der Know Your Customer (KYC)-Anforderungen eingeführt wurden.
Durch den Identitätsprozess möchte das Unternehmen Konten-Sharing, Identitätsdiebstahl und Kontenübernahmen einschränken. Das aktualisierte Verfahren stellt eine der ersten größeren Implementierungen der Transaktions-IDs-Überprüfung in der Bitcoin-ATM-Branche dar. Bitcoin Depot erklärte, dass die verbesserte Verifizierung ein proaktiver Schritt zum Schutz der Kunden und für einen verantwortungsvollen Zugang zu digitalen Vermögenswerten sei.
Regulatorischer Druck und Betrugsbedenken
Der verstärkte Fokus auf Betrug bei Krypto-ATMs und Verbraucherschutz durch Staatsanwälte hat zu der Policy-Änderung geführt. Kürzlich, Anfang Februar, verklagte der Generalstaatsanwalt von Massachusetts Bitcoin Depot, weil das Unternehmen angeblich von Betrugsmaschen gegen ältere Nutzer profitiert habe. Die Klagen von Iowa und anderen Bundesstaaten haben die Aufmerksamkeit auf Verbraucherschäden und den Missbrauch von ATMs gelenkt. Laut FBI-Statistiken beliefen sich die Verluste durch Betrug mit Kryptowährungs-ATMs in den USA im Jahr 2025 auf geschätzte 333 Millionen US-Dollar, wobei diese Zahl möglicherweise unterschätzt wird. Verschiedene Bundesstaaten haben strengere Limits für ATM-Transaktionen eingeführt und die Überwachung verstärkt.
Branchenbeobachter sind der Ansicht, dass das erhöhte Maß an Compliance Auswirkungen auf die Interaktion der Kunden mit physischen Krypto-Transaktionen haben könnte. Dies wird als Teil der größeren Branchenveränderungen hin zu strengeren KYC- und Betrugsbekämpfungsrichtlinien gesehen. Die Aktien des Unternehmens waren volatil, mit erheblichen Kursverlusten in den letzten Monaten. Trotz dieser Volatilität bekräftigte Bitcoin Depot sein Engagement für Compliance und eine sichere Nutzererfahrung. Die erweiterte ID-Anforderung soll schrittweise im US-Netzwerk des Betreibers ausgerollt werden.
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