Am 4. März brachte der US-Senat kürzlich ein parteiübergreifendes Wohnungsbaugesetz namens 21st Century ROAD to Housing Act voran, von dem einer der Federal Reserve ausdrücklich die Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) für die Öffentlichkeit bis 2030 einschränkt. Diese Bestimmung gilt als wichtiger Wendepunkt in der US-Politik des digitalen Dollars und hat erneut Marktdiskussionen über die Regulierung digitaler Währungen der Zentralbanken und Datenschutzrisiken ausgelöst.
Es wird verstanden, dass dieses Gesetz hauptsächlich darauf abzielt, die Wohnungsbezahlbarkeit zu verbessern und gleichzeitig das politische Ziel zu verbinden, den Erwerb von Einfamilienhäusern durch große institutionelle Investoren einzuschränken. Nachdem der Vorsitzende des Bankenausschusses, Tim Scott, und das ranghohe Mitglied Elizabeth Warren den neuesten Gesetzestext veröffentlicht hatten, brachte der Senat das Gesetz mit 84 Stimmen dafür und 6 dagegen in die nächste Stufe.
Zwei der 303-seitigen Gesetzentwürfe schreiben ausdrücklich vor, dass die Fed digitale Zentralbankwährungen im Einzelhandel weder direkt noch über Finanzinstitute ausgeben darf. Die Bedingungen besagen eindeutig, dass der Federal Reserve Board und die Federal Reserve Bank keine digitalen Vermögenswerte schaffen oder ausgeben dürfen, die CBDCs ähnlich sind. Dieser Schritt wird von einigen Gesetzgebern als wichtige Maßnahme zum Schutz der finanziellen Privatsphäre angesehen, da die Einführung des digitalen Dollars der Regierung theoretisch stärkere Fähigkeiten zur Überwachung von Finanzdaten verschaffen könnte.
Das Weiße Haus hat die Unterstützung für das Gesetz bekundet. Wenn die endgültige Version unverändert bleibt, werden die Berater von US-Präsident Donald Trump voraussichtlich empfehlen, das Gesetz in Kraft zu setzen. Trump ist seit langem ein entschiedener Gegner digitaler Zentralbankwährungen und erklärte während des Wahlkampfs 2024 öffentlich, dass CBDCs Regierungen übermäßige Kontrolle über persönliche Gelder geben könnten.
Allerdings hat auch die durch das Gesetz festgelegte Ablaufklausel für 2030 Kontroversen gesorgt. Einige politische Analysten sind der Meinung, dass das Verbot nur eine vorübergehende Einschränkung ist und dass die Fed das digitale Dollar-Programm nach Ablauf der Frist noch neu vorantreiben könnte. Das bedeutet, dass weiterhin große politische Unsicherheit über die Zukunft der digitalen Währungen der US-Zentralbanken besteht.
Bemerkenswert ist, dass Trump Anfang 2026 eine Executive Order mit dem Titel “Strengthening U.S. Leadership in Digital Financial Technology” unterzeichnete, die Einschränkungen für die Entwicklung von CBDCs enthielt. Im Gegensatz dazu wird die von dieser Gesetzgebung festgelegte Frist von einigen Beobachtern als Kompromiss der ursprünglichen Position angesehen.
Da viele Länder weltweit Pilotprojekte für digitale Währungen der Zentralbanken fördern, wird die regulatorische Haltung der Vereinigten Staaten gegenüber digitalen Dollar zu einem wichtigen Indikator für die globale Fintech-Politik. Der Markt ist allgemein davon überzeugt, dass die Debatte über CBDC-Privatsphäre, finanzielle Stabilität und geldpolitische Auswirkungen in den kommenden Jahren weitergehen wird.
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