Gate News-Nachricht: Eine Research-Notiz der Bank of America vom 10. April (veröffentlicht am 11. April) zufolge ist die Abhängigkeit der globalen Wirtschaft von Öl seit den 1970er-Jahren schrittweise gesunken. Heute wird nur noch ein Drittel der Ölmenge benötigt, die in den 1970er-Jahren erforderlich war, um ein gleich großes BIP zu produzieren. Die Krise in der OPEC (Organisation der erdölexportierenden Länder) und die nachfolgenden Öl-Schocks wurden zwar einst als schwere stagflationäre Schocks angesehen, doch heute zeigt die Wirtschaft gegenüber Energie-Schocks mit ähnlicher Größenordnung eine deutlich höhere Widerstandsfähigkeit.
Eine Research-Notiz von Huatai Securities weist darauf hin, dass die geopolitischen Schocks seit März die globale Risikobereitschaft belastet haben, Gold jedoch nicht wie erwartet defensive Eigenschaften gezeigt hat, sondern stattdessen zusammen mit den Risikoassets gestiegen und gefallen ist. Seit dem Ausbruch des Konflikts zwischen den USA und dem Iran im März erreichte der größte Rücksetzer bei Gold zeitweise über 17%, danach jedoch prallte es vom Tief wieder nach oben, nachdem Hinweise auf eine Entspannung der Lage aufkamen. Das Institut ist der Ansicht, dass die Gründe für diese Goldkorrektur unter anderem Folgendes umfassen: eine zuvor zu volle Positionierung, Liquiditätsschocks, den Verkauf von Gold durch einige Zentralbanken sowie die Verlagerung von Mitteln in Energiesektoren.