Countdown zur Prüfung des CLARITY-Gesetzes: Stablecoin-Erträge gekürzt, DeFi-Regulierung klarer

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Gate News Nachrichten: Der US-Senat treibt den „Législation for Digital Assets Clarity Act“ (CLARITY Act) deutlich schneller voran und plant, in der zweiten Hälfte April 2026 in die Beratungen im Ausschuss zu gehen. Senatorin Cynthia Lummis hat in letzter Zeit Signale ausgegeben, dass der endgültige Text möglicherweise innerhalb weniger Tage veröffentlicht wird, was bedeutet, dass die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss stehen.

Bemerkenswert ist, dass es in dieser Runde bereits zu substanziellen Änderungen gekommen ist. Vor allem die umstrittenste Frage der Zins- bzw. Renditeerträge aus Stablecoins ist weitgehend geklärt: Der neue Vorschlag wird die Zuteilung passiver Erträge auf Stablecoin-Bestände entweder begrenzen oder verbieten und kommt damit stärker mit den Positionen des traditionellen Bankensystems überein. Als Kompromiss erlaubt das Gesetz zwar Anreizmechanismen, die mit Zahlungsabwicklungen oder der Nutzung von Plattformen zusammenhängen, doch der Rahmen wird deutlich enger gezogen. Diese Entwicklung zeigt, dass die Krypto-Branche im Prozess um eine Verabschiedung durch das Parlament bereits proaktiv Zugeständnisse gemacht hat.

Gleichzeitig erhält der DeFi-Bereich klarere Schutzgrenzen. Der aktualisierte Entwurf soll eindeutig festlegen, dass dezentrale Protokolle und ihre Entwickler nicht als Finanzintermediäre angesehen werden, wodurch sie vermeiden, ähnliche aufsichtsrechtliche Compliance-Verantwortung wie Banken zu übernehmen. Diese Passage ist für Entwickler im Ethereum-Ökosystem und für Anwendungen On-Chain von großer Bedeutung, da sie hilft, regulatorische Unsicherheiten zu senken.

Was die Aufteilung der Aufsichtsrechte betrifft, setzt das Gesetz den bestehenden Rahmen fort: Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) wird die Regulierung digitaler Rohstoffe übernehmen, während die Securities and Exchange Commission (SEC) weiterhin Vermögenswerte reguliert, die Eigenschaften eines Investmentvertrags aufweisen. Diese Aufgabenteilung gilt als zentrale Säule beim Aufbau des US-Krypto-Regulierungsrahmens.

Allerdings wird das Zeitfenster enger. Senator Bernie Moreno warnt, dass, falls das Gesetz nicht bis Mai 2026 vorangebracht wird, die entsprechende Gesetzgebung möglicherweise gezwungen sein wird, sich nach den Zwischenwahlen zu verschieben. Der Kern des aktuellen Gesetzespokers liegt darin, wie ein Gleichgewicht zwischen den Anliegen der Branche und der politischen Realität erreicht werden kann.

Während Bitcoin, Ethereum und andere etablierte Vermögenswerte zunehmend in das traditionelle Finanzsystem integriert werden, hängt die Ausrichtung des CLARITY Act nicht nur von den US-Vorgaben zur Regulierung des Krypto-Markts ab, sondern wirkt sich auch über die Grenzen hinweg auf die Politik zu digitalen Vermögenswerten weltweit aus.

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