Gate News Nachricht, 14. April — Der ehemalige NATO-Generalsekretär Lord George Robertson kritisierte die britische Regierung dafür, wegen eines „sich ständig ausweitenden Wohlfahrtsbudgets“ und „untergrabendender Selbstzufriedenheit“ auf einen Krieg nicht ausreichend vorbereitet zu sein. In einer am 14. April gehaltenen Rede machte Robertson die Minister dafür verantwortlich, nicht bereit zu sein, die notwendigen Verteidigungsausgaben zu tätigen.
Die britische Regierung hat sich verpflichtet, bis 2027 2,5% des BIP für die Verteidigung auszugeben, mit einem Anstieg auf 3% in der nächsten Legislaturperiode und auf 3,5% bis 2035 im Rahmen der NATO-Ziele. Allerdings wurde der Zehnjahres-Plan für Verteidigungsinvestitionen, der ursprünglich für den Herbst des vergangenen Jahres vorgesehen war, bislang noch nicht veröffentlicht.
Berichten zufolge klafft in den bestehenden Verteidigungsplänen eine Finanzierungslücke von ungefähr £28 Milliarden. Das Verteidigungsministerium, das Treasury und Downing Street sind sich über den neuen Zehnjahres-Plan festgefahren. Ein Regierungssprecher sagte, das Vereinigte Königreich setze die Strategic Defence Review um und stelle dabei über £270 Milliarden bereit, die in dieser Legislaturperiode investiert werden sollen.