Gate News Nachrichten zufolge kommt es aufgrund der anhaltenden Unruhen im Nahen Osten zu starken Schwankungen am Goldmarkt. Obwohl der Goldpreis am Dienstag im frühen Handel leicht auf etwa 4.553 US-Dollar je Unze zurückprallte, wird der kumulierte Rückgang in diesem Monat voraussichtlich 14,6% erreichen oder den größten monatlichen Verlust seit der Finanzkrise 2008 markieren. Derzeit ist der Krieg im Iran bereits in seine fünfte Woche eingetreten, und das militärische sowie diplomatische Kräftemessen zwischen den USA und dem Iran dauert weiterhin an, wodurch die Marktnotwendigkeit zunimmt.
US-Präsident Trump hat in letzter Zeit beruhigende Signale ausgesendet und erklärt, dass er bereit sei, die militärische Konfrontation zu beenden, zugleich aber warnt, dass bei einem Scheitern der Verhandlungen der Umfang der Angriffe ausgeweitet würde. Gleichzeitig hat der US-Militär mehr Streitkräfte in den Nahen Osten verlegt, was zeigt, dass weiterhin das Risiko einer Eskalation besteht. Geokonflikte treiben die Preise für Öl und Gas nach oben, verstärken die Inflationserwartungen und führen dazu, dass der Markt die künftigen Zinserhöhungspfad neu bewertet, was die Goldentwicklung direkt unterdrückt.
Aus der Logik der Asset-Bepreisung betrachtet kehrt Gold gerade in den traditionellen Rahmen zurück. Wayne Nutland stellte fest, dass Gold angesichts eines synchronen Anstiegs der Anleiherenditen und des US-Dollars wieder eine negative Korrelation zeigt. Der zuvor über zwei Jahre durch globale Unsicherheit beförderte „De-Anchor“-Anstieg befindet sich in der Korrektur. Darüber hinaus meint Ian Barnes, dass in den vergangenen Jahren institutionelle Gelder in großer Menge in Gold geflossen seien, wodurch dessen Volatilität deutlich verstärkt worden sei; sobald sich die Marktempfindung dreht, würde die Realisierung von Gewinnen den Abschwung rasch massiv verstärken.
Bemerkenswert ist, dass die aktuelle Anpassung auch eng mit der Positionsstruktur zusammenhängt. Der Markt hatte zuvor Gold übergewichtet; als der US-Dollar stärker wurde und die Risikobereitschaft sank, zogen Gelder schnell ab, was eine Art Panik-Effekt auslöste. Ähnliche Situationen traten um 2008 herum bereits auf, als Gold und andere Rohstoffe gleichzeitig fielen.
Allerdings bleiben mehrere Institute hinsichtlich des mittelfristigen bis langfristigen Ausblicks optimistisch. Die Analyse geht davon aus, dass die anhaltende Diversifizierung der Reserven durch die Zentralbanken der Länder sowie ein potenzieller geldpolitischer Lockerungszyklus den Goldpreis stützen könnten. Einige Prognosen deuten darauf hin, dass Gold bis Ende 2026 weiterhin die Marke von 5.400 US-Dollar ansteuern könnte. Kurzfristig kann der Goldpreis jedoch weiterem Abwärtsdruck ausgesetzt sein, sofern sich die angespannte Lage in der Straße von Hormus fortsetzt. (CNBC)