Generative KI geht bereits vom Arbeitsplatz in den Alltag über, doch „wer kostenpflichtige KI nutzen kann“, wird zunehmend zur neuen Bildungsressource-Lücke. Das Bildungsministerium wird das Programm „館館有 AI“ („In jedem Bibliothek ein KI“) vorantreiben und plant, ab der vierten Quartalshälfte dieses Jahres zunächst in Nationalbibliothek, Nationaler Öffentlicher Informationsbibliothek, Nationalbibliothek von Taiwan und weiteren Nationalbibliotheken Pilotversuche durchzuführen. So sollen Bürgerinnen und Bürger mit einem gültigen Bibliotheksausweis KI-Tools wie ChatGPT, Claude, Gemini und andere gängige KI-Anwendungen kostenlos in der Bibliothek nutzen können.
Künstliche Intelligenz geht in die Bildung – KI-Gleichberechtigung wird zum Problem
Laut dem Plan des Bildungsministeriums wird in der ersten Phase pro Bibliothek jeweils 5 KI-für-Zwecke-Rechner (KI-Computer) eingerichtet, die mit entsprechenden generativen KI-Diensten vorkonfiguriert sind, um Schülern und der allgemeinen Bevölkerung die Nutzung zu ermöglichen. Das bedeutet, dass die öffentliche Service-Rolle der Bibliothek sich von der bisherigen Bereitstellung von Büchern, Datenbanken und Online-Ressourcen weiterentwickelt – hin zu einem Einstiegspunkt für KI-Tools. Damit können auch Nutzer, die nicht in der Lage sind, ein kostenpflichtiges KI-Abo zu abonnieren, digitale Werkzeuge erhalten, die näher an kommerziellen Standards liegen.
Laut einer Untersuchung der ITRI (Industrie- und Technologie-Forschung Institut) liegt der Anteil der Menschen, die „kostenlose KI“ nutzen, bei über 70 Prozent; bei der Schülergruppe könnte er sogar noch höher sein. Er ist der Ansicht, dass ein Teil der Schüler in der Lage ist, „kostenpflichtige KI“ zu verwenden, während ein anderer Teil nur „kostenlose KI“ nutzen kann. Das ist längst nicht mehr nur ein Werkzeugunterschied, sondern ein Problem der „KI-Gleichberechtigung“.
Bildungsminister Zheng Yingyao sagt, er hoffe, durch dieses Programm eine freundlichere KI-Lernumgebung für Bibliotheken zu schaffen und die Ressourcen weiter in Hochschulcampi auszuweiten. Er erwähnte außerdem, dass für 47 staatliche Universitäten, falls eine Schule Unterstützung vom Bildungsministerium benötigt, das Bildungsministerium auch gerne mit den Schulen zusammenarbeitet.
Das Bildungsministerium „館館有 AI“ stockt auf und geht in die Bibliotheken von 47 staatlichen Universitäten
Zur Frage der Finanzierung erklärte der Leiter der Abteilung für Hochschulbildung, Liao Gaoxian, dass Universitäten, die sich beteiligen möchten, bestehende Mittel einsetzen können. Staatliche Universitäten können Mittel aus dem Programm „Hochschulbildung vertiefen“ verwenden; private Universitäten können entsprechende Posten sowohl aus dem Programm „Hochschulbildung vertiefen“ als auch aus Mitteln für Schulpreis- und Zuschusszahlungen (Schulpreis-Ergänzungsfonds) ausweisen. Gleichzeitig können sie auch Zuschüsse des Bildungsministeriums aus der Abteilung für IT- und Informationswissenschaften beantragen.
KI-Tools sind bereits zu einer neuen Art von Lernressource geworden. In der Vergangenheit könnten die Unterschiede zwischen Schülern daher rühren, dass manche Nachhilfe nehmen, andere bessere Geräte, Datenbanken oder Sprachkenntnisse haben; doch nach der Verbreitung generativer KI könnte auch die Fähigkeit, stärkere Modelle, längere Kontexte oder höhere Nutzungslimits zu nutzen, zu einer neuen Lernlücke werden. Das Bildungsministerium stellt KI-Dienste in Bibliotheken – das bedeutet, KI von einem persönlichen Abonnement-Produkt teilweise in eine öffentliche Bildungsressource umzuwandeln.
Allerdings gibt es bei „館館有 AI“ in der weiteren Umsetzung mehrere Punkte, die man genau beobachten muss: darunter, ob die 5 Computer pro Bibliothek ausreichen, um die Spitzenlast zu bewältigen; wie die Bibliotheken die Nutzung von Zeit und Kontoberechtigungen verwalten werden; ob bei Schülerdaten und eingegebenen Inhalten der Datenschutz tangiert wird; sowie ob unterschiedliche KI-Tools durch Lizenzkosten oder Nutzungsbedingungen den tatsächlichen Leistungsumfang beeinflussen. Wenn es in Zukunft gelingt, das Programm reibungslos auf die Bibliotheken von 47 staatlichen Universitäten auszuweiten, könnten die Universitätsbibliotheken in Taiwan möglicherweise zuerst zu öffentlichen Einstiegspunkten für die Nutzung von KI auf dem Campus werden – und so würde KI-Gleichberechtigung von einem Slogan zu einer konkreteren Bildungspolitik.
Dieser Artikel „Bildungsministerium „館館有 AI“: Bibliotheken nutzen kostenlos ChatGPT, Claude! Zeit und Ort auf einen Blick“ erschien zum frühesten Zeitpunkt bei der Kettennachrichtenplattform ABMedia.
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