Neueste medizinische Scans und neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass eine übermäßige Abhängigkeit von Smartphones und Tablets tiefgreifende negative Auswirkungen auf das menschliche Gehirn hat. Junge Generationen entwickeln durch exzessive Bildschirmnutzung eine Art Hirnatrophie, die ähnlich wie bei Alzheimer wirkt. Die Medizinwelt und Wissenschaftler haben diese Warnmeldung inzwischen offiziell als „Digitale Demenz“ (Digital Dementia) bezeichnet.
Studien belegen: Übermäßige Bildschirmnutzung führt zu Hirnatrophie bei jungen Menschen
Laut einem Bericht von 60 Minutes Australia sagte der Neurowissenschaftler Dr. Mark Williams, dass die menschliche Intelligenz in einem beispiellosen Ausmaß abzufallen scheint. Die medizinischen Scanbilder zeigen, dass bei Jugendlichen, die an Bildschirme gefesselt sind, eine deutliche Degeneration und Schrumpfung des Gehirns auftritt. Die Merkmale der Hirnscans ähneln denen älterer Menschen, die an einer frühen Demenz oder an Alzheimer erkrankt sind, sehr stark. Sogar ähnliche Hirnschäden beginnen bei Kindern bereits in einem Alter von nur zwei Jahren aufzutauchen.
Die Forschung zeigt: Wenn Kleinkinder digitale Geräte täglich drei Stunden lang nutzen, kommt es zu Auffälligkeiten bei der Entwicklung der weißen Hirnsubstanz-Nervenfasern. Auch die Dichte in den Hirnbereichen, die für wichtige kognitive Funktionen verantwortlich sind, sinkt deutlich.
„Digitale Demenz“: Hirnnebel und Dopamin-Sucht
Digitale Demenz ist nicht nur Theorie, sondern bereits zur echten Alltagsherausforderung moderner Menschen geworden. Eine langfristige übermäßige Abhängigkeit von digitalen Geräten führt zu nachlassendem Gedächtnis, zu sinkender Fähigkeit zum kritischen Denken und zu schweren emotionalen sowie sozialen Problemen. Eine Frau aus der Marketingbranche, die vor 15 Jahren, als Social Media gerade erst startete, aufgrund der Arbeit den ganzen Tag Bildschirmen und dem Internet ausgesetzt war, entwickelte schon Anfang 30 schweren Hirnnebel, verlor die Fähigkeit, sich präzise auszudrücken, und bekam sogar ein Gefühl der Entfremdung. Erst nachdem sie gezwungen war, die Verbindung zu allen digitalen Geräten für acht Tage komplett zu kappen, normalisierte sich die Gehirnfunktion allmählich wieder.
Diese Technologie-Sucht, die durch eine übermäßige Dopaminausschüttung verursacht wird, frisst still und unbemerkt die kognitiven Fähigkeiten moderner Menschen an.
Die Gen Z löst die traditionelle Handy-Welle aus
Angesichts der potenziellen Gefahren digitaler Geräte beginnen einige junge Menschen der Gen Z mit extremen Gegenmaßnahmen. Dazu gehört, auf Smartphones zu verzichten, stattdessen nur noch klassische Klapphandys zu nutzen, die lediglich telefonieren und SMS senden können, und außerdem darauf zu verzichten, sich auf Navigations-Apps wie Google Maps zu verlassen. Stattdessen bestehen sie darauf, mit Papierkarten zu navigieren oder sich allein auf ihr Gedächtnis zu verlassen, um in den Straßen von New York die Route zu finden.
Neurowissenschaftliche Forschung bestätigt diesen Ansatz: Die „Parahippocampalen Platzbereiche“ (PPA), die im Gehirn für räumliches Gedächtnis und Navigation verantwortlich sind, schrumpfen, weil Menschen sich zunehmend auf Navigationssoftware verlassen. Umgekehrt kann ein aktives Nutzen des Gehirns beim Finden des Weges die Aktivität und das Volumen dieses Gehirnbereichs wirksam aufrechterhalten.
Experten fordern Warnhinweise für digitale Geräte
Im Hinblick auf die Ausbreitung der digitalen Demenz richten Experten ihren Fokus auf die immer weiter verbreitete Digitalisierung des Lernens im modernen Bildungssystem. Dr. Williams machte unmissverständlich klar, dass die „Bring Your Own Device“-Politik (BYOD), die an vielen Schulen umgesetzt wird, ein schwerer Fehler sei. Er betonte, dass es abgesehen von dem Einsatz von Computern im Mathematikunterricht keinerlei Notwendigkeit gebe, digitale Geräte für grundlegende Fächer wie Sprache oder Geschichte einzusetzen; zu viel Zeit vor dem Bildschirm bringe nur endlose Ablenkung.
Experten fordern zudem, dass die menschlichen Gehirne die komplexeste und effektivste Form des Trainings „echte soziale Interaktion“ benötigen. Alle Bereiche sollten die Gefahren einer übermäßigen Bildschirmnutzung ernst nehmen und sogar erwägen, bei elektronischen Spielen und digitalen Geräten Hinweise anzubringen, ähnlich wie Gesundheitswarnungen, um zu verhindern, dass eine ganze Generation im Erwachsenenalter mit irreversiblen Schäden am Gehirn konfrontiert wird.
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