Krypto-News, Ende März 2026, der Bitcoin-Preis bleibt in der Nähe von etwa 67.400 USD stabil, innerhalb der Woche jedoch mit einem leichten Anstieg von rund 2%. Gleichzeitig zeigen sich erste Anzeichen einer Lockerung in der Angebots- und Nachfragestruktur des Marktes. Unter dem doppelten Einfluss einer gedämpften Aktivität institutioneller Mittel und steigender makroökonomischer Zinsen wird der kurzfristige Aufwärtsimpuls von Bitcoin deutlich gebremst.
Daten zeigen, dass die Zuflüsse in Spot-ETFs nachlassen, während das Wachstum der gesamten Menge an Stablecoins ins Stocken gerät. Das spiegelt wider, dass sich das Tempo, mit dem neue Fiat-Gelder in den Markt fließen, verlangsamt. Im Gegenzug bleibt die Bitcoin-Angebotsseite weiterhin stabil bei der Freisetzung. Seit dem Halving 2024 ist die Blockbelohnung auf 3,125 BTC gesunken; aktuell beträgt das tägliche neue Angebot etwa 450 Coins. Vor dem Hintergrund nachlassender Nachfrage sinkt die Fähigkeit des Marktes, das zusätzliche Angebot zu absorbieren.
Der AER- (Absorptions-Emissions-Quotient) Indikator zeigt, dass die Stärke der institutionellen Nachfrage von dem 5,3-Fachen im Februar deutlich auf das 1,3-Fache zurückgegangen ist und damit in den Bereich der „passiven Absorption“ eingetreten ist. Das bedeutet: Die aktuelle Nachfrage liegt nur geringfügig über dem Verkaufsdruck der Miner. Ohne einen anhaltenden Zufluss von Kapital ist es schwierig, dass Bitcoin einen trendmäßigen Preisanstieg aufbauen kann.
Auf makroökonomischer Ebene ist die „realen Rendite“ zu einem wichtigen Faktor geworden, der den Markt unter Druck setzt. Die Rendite von US-10-Jahres-TIPS ist seit Ende Februar um mehr als 30 Basispunkte gestiegen und erreichte zeitweise 2,12% – den höchsten Stand seit Mitte 2025. Ein Anstieg der realen Renditen erhöht die Attraktivität risikofreier Anlagen und führt dazu, dass Kapital aus No-Cashflow-Assets wie Bitcoin abfließt.
Michael J. Kramer weist darauf hin, dass die langfristige reale Rendite schneller steigt als die Rendite im kurzen Laufzeitbereich, was darauf hindeutet, dass der Markt neu bewertet und strengere Erwartungen an das Finanzierungsumfeld einpreist. Darüber hinaus läuft der Ölpreis weiter auf einem hohen Niveau und zieht ebenfalls die gesamte Liquidität stärker zusammen, was zusätzlichen externen Druck auf Risk Assets ausübt.
In der aktuellen Lage hängt der Bitcoin-Kursverlauf stärker von einer Verbesserung der Liquidität und Änderungen bei den Zins-Erwartungen ab. Wenn es keine Zinssenkungssignale oder keinen Kapitalrückfluss gibt, könnte der Markt das volatile Seitwärtsmuster weiterhin aufrechterhalten. (CoinDesk)