Mit dem Aufstieg von Influencern und KOLs im Bereich Investment auf Social Media erwägt die südkoreanische Regierung eine stärkere Regulierung. Ein Abgeordneter der Regierungspartei hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der verlangt, dass Finanz-Influencer, die auf Internetplattformen Aktien und Kryptowährungen empfehlen, ihre Positionen und erhaltenen Vergütungen offenlegen, um Interessenkonflikte und Irreführung zu verringern. Dieser Schritt gilt als bedeutender Meilenstein, um Online-Investment-Kommentare in den offiziellen Finanzregulierungsrahmen zu integrieren, und spiegelt den globalen Trend zu verschärfter Regulierung von Finanzinhalten durch Creator wider.
Südkorea erwägt Gesetzesänderung: Transparenzpflicht für „Finanz-Influencer“ bei Investmentempfehlungen
Laut dem koreanischen Medienbericht Herald Business treibt 김승원 (Kimsungwon), ein Abgeordneter der Demokratischen Partei, die Überarbeitung des Kapitalmarkt- und Finanzinvestitionsgesetzes sowie des Gesetzes zum Schutz virtueller Vermögenswerte voran. Der Entwurf sieht vor, eine Informationsoffenlegungspflicht für Personen zu schaffen, die über soziale Medien, Publikationen oder Rundfunk unbestimmten Publikum Anlageempfehlungen für Aktien oder Krypto-Assets geben.
Der Vorschlag betont, dass mit zunehmender Einflusskraft sozialer Plattformen einige unregulierte „Finfluencer“ tatsächlichen Einfluss auf Marktpreise und Investitionsentscheidungen ausüben. Die bestehenden Gesetze decken diese Verhaltensweisen jedoch nicht ausreichend ab, was zu regulatorischen Lücken führt.
Was müssen Influencer offenlegen? Arten, Mengen und Vergütungen von Positionen
Laut dem Entwurf müssen Personen, die wiederholt Investmentempfehlungen geben oder kostenpflichtige Produkte bewerben, Folgendes offenlegen:
Ob sie für Empfehlungen Vergütungen erhalten
Art und Inhalt der erhaltenen Vergütungen
Persönliche Bestände an Finanzprodukten und Kryptowährungen sowie deren Mengen
Detaillierte Anwendungsbereiche und technische Details werden in weiteren Regelungen festgelegt. Bei Verstößen könnten Sanktionen ähnlich wie bei unlauteren Handelspraktiken im Kapitalmarkt verhängt werden, etwa Preismanipulationen oder Front-Running.
(Südkorea führt KI-Überwachungssysteme ein, um Marktmanipulationen bei Kryptowährungen zu verhindern, und bereitet den „Digital Asset Basic Act“ vor)
Regulierungsbehörden: Zunahme von Verstößen bei registrierten Anlageberatern
Offizielle Daten zeigen, dass die Zahl der registrierten Anlageberater und die Anzahl der Meldungen zwischen 2018 und 2024 um mehr als das Zwölffache gestiegen sind. Ahn Yu-mi, Senior Researcher am Capital Market Research Institute, erklärt, dass einige Personen weiterhin ungeprüft über soziale Medien irreführende oder falsche Werbung verbreiten, was Preismanipulationen und unrechtmäßige Gewinne betrifft.
Sie betont, dass in einer durch Online-Kanäle dominierten Finanzinformationswelt eine umfassendere Vor- und Nachkontrolle durch die Behörden notwendig sei, um Schäden durch Informationsasymmetrien für Investoren zu minimieren.
Internationale Angleichung: Großbritannien und USA verschärfen Regulierung für Finanz-Influencer
Die Gesetzesinitiativen Südkoreas stehen im Einklang mit internationalen Regulierungsentwicklungen. Die britische Financial Conduct Authority (FCA) hat bereits festgelegt, dass Finanzprodukte nur mit Genehmigung beworben werden dürfen, und hat 2023 strengere Regeln für Krypto-Werbung eingeführt.
In den USA hat die Securities and Exchange Commission (SEC) bereits Bußgelder gegen Prominente und Influencer verhängt, die Vergütungen für Promotionen nicht offengelegt haben, darunter Kim Kardashian und Shaquille O’Neal.
(Nach dem FTX-Skandal sind Krypto-KOLs vorsichtiger bei Kooperationen mit Web3-Unternehmen geworden)
Wenn Südkorea das Gesetz verabschiedet, wird die rechtliche Verantwortlichkeit von Finanz-Influencern klarer definiert. Es wird schrittweise ein Rahmen geschaffen, um Investment-Kommentare in sozialen Medien zu regulieren, und höhere Standards für Transparenz bei Kryptowährungen und Aktienmärkten gesetzt.
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