Autor: Ariel, Krypto-Stadt
Kalshi „Hammenei tritt zurück“-Vorhersagevertrag sorgt für Aufsehen Nach gemeinsamen US- und israelischen Luftangriffen, die zum Tod des iranischen Oberhaupts Ali Khamenei führten, äußerte Tarek Mansour, CEO der Vorhersagemarktplattform Kalshi, Bedenken bezüglich eines Vertrags mit einem Handelsvolumen von über 50 Millionen US-Dollar. Er betonte, dass ihr Ziel sei, Investoren vor Profit aus Todesereignissen zu schützen. Der Vorhersagevertrag trägt den Titel: „Wird Hammenei den iranischen Oberhauptsamt niederlegen?“ Die Regeln besagen, dass im Falle von Hammeneis Tod der letzte Handelspreis vor seinem Tod für die Abrechnung herangezogen wird. Als die Nachricht vom Tod Hammeneis bekannt wurde, strömten große Geldmengen in den Vertrag, und Kalshi pausierte den Handel aufgrund chaotischer Abrechnungsprozesse. Kalshi gab später zu, dass die Abrechnungsbedingungen sprachlich unklar waren und entschied sich schließlich, die Nettoverluste der Nutzer zu erstatten. Insider gegenüber Bloomberg berichteten, dass diese Maßnahme das Unternehmen etwa 2,2 Millionen US-Dollar gekostet hat.
Kalshi-Werbung sorgt für Kritik, Abrechnungsstandard in der Kritik Nach der Rückerstattung der Gelder gab es in der Community Kritik, hauptsächlich weil Kalshi den Vertrag zum Zeitpunkt des Ereignisses noch beworben hatte. Am Samstagmorgen verbreitete sich die Nachricht vom Tod Hammeneis, und Kalshi postete auf X: „Eilmeldung: Wahrscheinlichkeit, dass Hammenei nicht mehr iranischer Oberhaupt ist, steigt auf 68 %“, wobei Mansour die Nachricht auch retweetete.
Amanda Fischer, ehemalige Stabschefin der US Securities and Exchange Commission, kritisierte dies und sagte, Kalshi würde damit einen Markt für Attentate anbieten. Nutzer kritisierten auch die Abrechnungsstandards von Kalshi, da bei Carter’s Tod das Plattform den Vertrag direkt auf „Nein“ setzte, was sie als Beweis dafür sehen, dass die Plattform nur bei Verlusten spezielle Klauseln anwendet. Dennis Kelleher, CEO von Better Markets, erklärte, Kalshi versuche, durch die Erweiterung des Handelsvolumens und die Umgehung klar verbotener Attentats-Transaktionen beide Interessen zu bedienen.
Vorhersagemärkte überschreiten Grenzen, US-Abgeordnete fordern strenge Kontrollen Vorhersagemärkte werden oft als „alles handelbar“ angesehen, doch dieser Vorfall zeigt deren Grenzen. Vor dem US-israelischen Angriff auf den Iran schrieb der demokratische Senator aus Kalifornien, Adam Schiff, an den Vorsitzenden der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Michael Selig, und forderte eine strenge Untersuchung von Vorhersageverträgen im Zusammenhang mit Krieg und Attentaten, mit einer Frist bis zum 9. März. Der demokratische Senator aus Connecticut, Chris Murphy, kündigte ebenfalls an, ein Gesetz zu entwerfen, das solche Marktplätze verbietet, um Insiderhandel und Manipulationen zu verhindern. Die Abrechnungsstreitigkeiten bei Kalshi beweisen, dass solche Wetten auf Märkten eigentlich nicht existieren sollten.
Polymarket-Textspiel sorgt ebenfalls für Kontroversen Im Vergleich zu Kalshi gibt es auf Polymarket noch 187 iranbezogene Märkte. Einer davon ist eine Vorhersage, ob die USA Hammenei vor dem 31. März gewaltsam entfernen werden. Polymarket schloss den Vertrag schließlich mit „Nein“, da die USA nur bei Tötungsaktionen beteiligt waren oder geholfen haben. Diese Entscheidung stieß bei einigen Kritikern auf heftigen Widerstand und führte zu Forderungen nach einer Anfechtung. Da Polymarket auf einer dezentralen Blockchain-basierten Abrechnung beruht, bleibt die Fairness der Verträge umstritten. Blockchain-Daten zeigen, dass vor den Luftangriffen sechs mysteriöse Wallets innerhalb weniger Stunden vor dem Angriff kollektiv auf „USA werden vor dem 28. Februar Iran angreifen“ gesetzt haben, was letztlich einen Gewinn von etwa 1,2 Millionen US-Dollar ergab. Diese Wallets waren fast alle neu im Februar erstellt worden, und die Gelder wurden innerhalb von 24 Stunden vor den Aktionen transferiert. Das ungewöhnliche Transaktionsmuster führte auch zu Vorwürfen, dass militärische Geheimnisse offengelegt wurden und Insider-Arbitrage auf der Blockchain stattfand.
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