Apple hat im Quartal bis März 10,3% des Umsatzes für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Damit verzeichnet das Unternehmen seinen höchsten Anteil an F&E seit mindestens 30 Jahren, während es die Entwicklung von KI forciert, wie CNBC berichtet. Die Ausgaben für F&E stiegen um knapp 34% im Jahresvergleich, während der Umsatz um 17% zulegte, wie das Unternehmen mitteilte. Das Unternehmen sagte, Updates für Siri und Apple Intelligence sollen später im Jahr 2026 folgen.
Analysten sagten, der Anstieg deute darauf hin, dass Apple versucht, die Lücke zu größeren KI-Investoren wie Google und Microsoft zu verkleinern. Die Investitionsausgaben (Capex) von Apple in den vergangenen zwei Quartalen beliefen sich auf insgesamt 4,3 Milliarden US-Dollar, gegenüber etwa 6 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor.
Tim Cook sagte, die Zusammenarbeit von Apple mit Google an Gemini laufe gut. Laut Analysten, die in der Quelle zitiert werden, soll die Google-Partnerschaft für die Gemini-Lizenzierung rund 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr kosten. Dieser Ansatz verschafft Apple Zugang zu einem führenden externen KI-Modell, ohne dass Apple die vollen Kosten für den Aufbau jeder einzelnen Schicht selbst übernehmen muss, während Apple weiterhin in eigene Modelle und Infrastruktur investiert.
Apple nutzt Private Cloud Compute, sein System für KI-Arbeiten auf entfernten Servern mit Datenschutzschutz, für Gemini-basierte Funktionen. Laut den in der Quelle zitierten Aussagen von Apple speichert das System keine Nutzerdaten und stellt sie Apple nicht zur Verfügung, und die Daten werden nur verwendet, um Anfragen zu vervollständigen.
Die Google-Partnerschaft spiegelt eine breitere Strategie wider, bei der das zugrunde liegende KI-Modell als Baustein betrachtet wird, den Apple austauschen kann, statt es vollständig von Grund auf selbst entwickeln zu müssen. Laut der Analyse der Quelle deutet das darauf hin, dass Apple damit rechnet, dass große Sprachmodelle – KI-Systeme, die auf riesigen Textmengen trainiert sind, um Antworten zu erzeugen, die menschlichen ähneln – im Laufe der Zeit immer ähnlicher werden und zu einer Art Commodity werden.
Wenn sich diese Strategie auszahlt, würde sich der Wettbewerbsvorteil hin zu Nutzererlebnis, Produktintegration und Datenschutz verlagern – Bereichen, in denen Apple historisch gut konkurriert hat. Dieser flexible Ansatz könnte Apple außerdem ermöglichen, in Zukunft KI-Anbieter gegeneinander auszuspielen und potenziell dazu beizutragen, dass KI-Anbieter für den Zugang zur Nutzerbasis von Apple zahlen – ähnlich wie geschätzt wird, dass Google Apple etwa 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr zahlt, um in Safari weiterhin der Standardsuchanbieter zu bleiben.
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