Französischer Staatsbürger schließt Hantavirus nach Flug mit infiziertem Mitreisenden ein

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Erster europäischer Fall außerhalb eines Kreuzfahrtschiffs

Ein französischer Staatsbürger, der nicht an Bord der Kreuzfahrtfähre MV Hondius war, hat sich nach einer Reise per Flugzeug mit einem infizierten Mitreisenden mit dem Hantavirus angesteckt, wie Berichte vom 6. Mai 2026 zeigen. Die Entwicklung markiert den ersten Fall in Europa, der nicht direkt mit dem Kreuzfahrtschiff zusammenhängt. Damit wird deutlich, dass sich das Virus über die quarantänisierte Fähre hinaus durch den Luftverkehr auf die breitere Bevölkerung ausbreitet.

Medizinische Evakuierungen und aktuelle Fälle

Drei Patienten wurden medizinisch von der MV Hondius in die Niederlande gebracht, darunter ein britisches Besatzungsmitglied, von dem angenommen wird, dass es ein Arzt ist, der sich bei der Behandlung von Patienten mit dem Virus infiziert hat, ein niederländisches Besatzungsmitglied sowie ein deutscher Passagier. Oceanwide Expeditions teilte mit, dass zwei der evakuierten Patienten unter akuten Symptomen litten und der dritte „eng mit einem Passagier verbunden“ sei, der am 2. Mai gestorben war.

Ein Hantavirus-Patient von der MV Hondius wird derzeit im UniversitätsSpital Zürich behandelt. Das Schweizer Gesundheitsministerium bestätigte den Fall und erklärte, das Krankenhaus „ist darauf vorbereitet, mit solchen Fällen umzugehen, ist in der Lage, den Patienten zu versorgen, und garantiert die Sicherheit des Personals und aller Patienten“, zudem betonte es, dass „derzeit keine Gefahr für die Schweizer Bevölkerung besteht“.

WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte: „Drei vermutete Hantavirus-Patienten sind gerade vom Schiff evakuiert worden und befinden sich auf dem Weg, um in den Niederlanden medizinische Versorgung zu erhalten. Die WHO arbeitet weiterhin mit den Betreibern des Schiffs zusammen, um die Gesundheit der Passagiere und der Crew engmaschig zu überwachen, und arbeitet mit Ländern zusammen, um angemessenes medizinisches Follow-up und Evakuierungen zu unterstützen, wenn nötig.“

Internationale Ausbreitung: Die Reise der niederländischen Frau

Eine 69-jährige Niederländerin, deren Ehemann zu den Passagieren gehörte, die an Hantavirus gestorben sind, verließ die MV Hondius am 24. April in St Helena und zeigte „gastrointestinale Symptome“. Anschließend reiste sie am 25. April nach Johannesburg, wo sie dem tödlichen Virus erlag.

Spezialisten haben davor gewarnt, dass die von Passagieren erwischte Hantavirus-Variante aus den Anden anfällig für „Super-Spreader-Ereignisse“ ist. Behörden versuchen, die Kontakte der niederländischen Frau zu ermitteln, die das Schiff auf einer der isoliertesten Inseln der Erde verlassen hat.

Schiffsziel und politischer Streit

Die MV Hondius soll innerhalb von drei oder vier Tagen den Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa erreichen. Drei Passagiere an Bord der Fähre sind an Hantavirus gestorben.

Das spanische Gesundheitsministerium bestätigte, dass es das virusbetroffene Schiff auf den Kanarischen Inseln „im Einklang mit dem Völkerrecht und humanitären Grundsätzen“ empfangen werde. Dabei erklärte es, die Inseln seien der „nächstgelegene Ort mit den notwendigen Kapazitäten“, um die an Bord befindlichen Personen zu versorgen, und dass „Spanien eine moralische und rechtliche Verpflichtung hat, diesen Menschen zu helfen, unter denen sich auch mehrere spanische Staatsbürger befinden“.

Allerdings stellte sich Fernando Clavijo, der Regionalchef der Kanarischen Inseln, öffentlich gegen die Entscheidung. Er erklärte, er „könne nicht zulassen“, dass das kontaminierte Schiff in seine Gewässer einläuft, und ihm fehlten ausreichende Details, „um die Öffentlichkeit zu beruhigen oder ihre Sicherheit zu garantieren“, falls die infizierte Fähre auf den Kanaren anlegt. Clavijo sagte dem spanischen Sender Telecinco: „Diese Entscheidung beruht nicht auf technischen Kriterien, und es gibt nicht genügend Informationen, um die Öffentlichkeit zu beruhigen oder ihre Sicherheit zu garantieren.“

Der Sprecher der Kanarischen Inseln, Alfonso Cabello, hinterfragte den Strategiewechsel: „Wir können nicht verstehen, warum es eine Änderung in der Strategie gegeben hat, die angenommen worden war, ohne dass wir darüber informiert wurden. Wenn die Lage auf dem Schiff eine relative Ruhe ist, was offenbar der Fall ist, warum werden dann Passagiere und Crew noch drei oder vier weitere Tage auf See gesetzt, damit sie die Kanarischen Inseln erreichen können. Warum evakuieren wir sie nicht direkt über den internationalen Flughafen in Kap Verde?“

Cabello merkte außerdem Unsicherheit über den Virustyp an: „Wir sprechen über ein Virus, das, so wie es die Spezialisten darstellen, die wir gehört haben, zwischen Menschen offenbar kein Risiko darzustellen scheint, aber andere Spezialisten sagen nicht dasselbe. Wir wissen nicht genau, welchen Virustyp es gibt, ob er mutiert hat oder nicht. Ich glaube, dass dieser Mangel an Informationen bei den Fachleuten selbst und in der Bevölkerung eine gewisse Nervosität erzeugt.“

Aktueller Status

Mitarbeiter und Touristen an Bord der Fähre werden medizinischen Untersuchungen unterzogen, bevor sie in ihre jeweiligen Länder zurückgebracht werden. Ein 69-jähriger britischer Mann kämpft in einem südafrikanischen Krankenhaus um sein Leben. Der Aufenthaltsort eines kritisch kranken britischen Arztes, der per Flugrettung von dem Kreuzfahrtschiff ausgeflogen werden sollte, ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels weiterhin unbekannt.

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