GameStop erwägt eine Übernahme von eBay im Wert von 56 Milliarden US-Dollar – könnte das bei Meme-Aktien mit Snacks und großer Fantasie tatsächlich gelingen?

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Meme-Aktien-Spiel GameStop Corp. hat kürzlich einen Kauf von Bargeld und Aktien im Wert von rund 56 Milliarden US-Dollar für die E-Commerce-Plattform eBay vorgeschlagen, was an den Finanzmärkten auf großes Interesse gestoßen ist. Der CEO Ryan Cohen schlägt einen Kaufpreis von 125 US-Dollar je Aktie vor, was gegenüber dem Kursziel von eBay vom vergangenen Freitag eine Prämie von etwa 20% darstellt. Derzeit liegt die Marktkapitalisierung von GameStop bei rund 12 Milliarden US-Dollar, deutlich unter den 46 Milliarden US-Dollar von eBay. Diese „Klein macht groß“-Transaktion zeigt jedoch den Willen zur aktiven Neuausrichtung. Dennoch äußern Marktanalysten Zurückhaltung hinsichtlich der Erfolgschancen der Transaktion und weisen auf erhebliche Risiken durch Verwässerung von Aktien und Ausführungsrisiken hin.

GameStop macht klein groß und will eBay übernehmen

Laut einem Bericht von Bloomberg beläuft sich das Gesamtvolumen des von GameStop vorgelegten Übernahmeangebots auf etwa 56 Milliarden US-Dollar, wobei ein Mischmodell aus Barzahlung und Aktien zum Einsatz kommen soll. Konkret hat GameStop einen Kaufpreis von 125 US-Dollar je Aktie genannt. Dies entspricht etwa einer Prämie von 20% gegenüber dem jüngsten Schlusskurs von eBay an den Märkten. Bei der Finanzierung ist vorgesehen, dass neben den rund 9 Milliarden US-Dollar, die GameStop selbst an Bargeld hält, das Unternehmen eine Zusage der TD Bank erhalten hat, die etwa 20 Milliarden US-Dollar an Fremdfinanzierung bereitstellen soll, um die Transaktion zu unterstützen. Darüber hinaus hat GameStop bereits rund 5% der eBay-Anteile auf dem offenen Markt erworben. Falls sich die Führung beider Unternehmen nicht einigen können, hat CEO Cohen erklärt, dass er einen Proxy Fight nicht ausschließt und direkt das Votum der eBay-Aktionäre einholen würde.

Die Transformationsstrategie von CEO Ryan Cohen

Einer der Kernlogiken hinter dieser Übernahme liegt in den Geschäftsumbauten und Überschneidungen beider Unternehmen in den letzten Jahren. Mit der zunehmenden Verbreitung digitaler Spiele steht der stationäre Game-Stop-Einzelhändler GameStop unter Transformationsdruck. Das Unternehmen reduziert schrittweise die Anzahl seiner Filialen und verlagert den Schwerpunkt des operativen Geschäfts hin zu Sammler-Spielzeugen und Sammelkartenspielen. Gleichzeitig treibt die E-Commerce-Plattform eBay aktiv die Entwicklung des Markts für Gebrauchtwaren und Sammlerstücke voran, wodurch sich in den Geschäftsbereichen beider Unternehmen deutliche Berührungspunkte ergeben. Cohen erklärte gegenüber den Medien, er erwarte, dass die zusammengeführten Ressourcen das fusionierte Unternehmen zu einem Wert im Bereich mehrerer Milliarden US-Dollar machen könnten. Das Unternehmen geht zudem davon aus, dass es nach Abschluss der Übernahme innerhalb von 12 Monaten durch operative Optimierungen Einsparungen von jährlich 2 Milliarden US-Dollar erzielen kann.

Analysten warnen vor Aktienverwässerung, Privatanleger sind optimistisch

Obwohl die Geschäftsführung von GameStop gegenüber der Übernahme optimistisch eingestellt ist, fällt die Bewertung durch professionelle Marktteilnehmer deutlich vorsichtiger aus. Bloomberg-Analysten wiesen darauf hin, dass es zwar tatsächlich Überschneidungen zwischen den beiden Unternehmen im Bereich von Sammlerstücken und Wiederverkauf gibt, die Wahrscheinlichkeit, dass die Transaktion zustande kommt, jedoch insgesamt eher gering sei. Die Analysten betonen, dass aufgrund der Tatsache, dass die Marktkapitalisierung von GameStop nur etwa ein Viertel der von eBay beträgt, jede realisierbare Übernahmelösung zwangsläufig dazu führen würde, dass die aktuellen Aktionäre von GameStop in erheblichem Maß durch eine Verwässerung ihrer Beteiligungen betroffen wären.

Dennoch gibt es viele Privatanleger, die der Transaktion positiv gegenüberstehen. Die meisten optimistischen Einschätzungen konzentrieren sich auf die Erfahrung von CEO Cohen bei der erfolgreichen Leitung von E-Commerce-Plattformen in der Vergangenheit. Anleger erwarten, dass sich die Wettbewerbskraft beider Seiten in Bereichen wie Sammlerstücke, Artikelzertifizierung und Live-Commerce deutlich stärken lässt, wenn man den Vertriebsvorteil der physischen Filialen von GameStop mit der großen Online-Plattform von eBay kombiniert. Unterstützer sind der Ansicht, dass diese Strategie GameStop aus der Krise des stationären Einzelhandels herausführen und das Potenzial haben könnte, mit großen Einzelhandelsriesen zu konkurrieren. Nachdem die Nachricht bekannt geworden ist, sorgte sie zudem dafür, dass die Kurse beider Unternehmen nach Börsenschluss zweistellig anstiegen.

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