Die Senatoren erhöhten die Prüfung eines gemeldeten Tether-Kredits, der mit dem Familientreuhandvermögen von Handelsminister Howard Lutnick verbunden sein soll, und verwiesen auf Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte und der nationalen Sicherheit. Warren und Wyden verwiesen auf eine New-York-Kreditakte mit dem Titel „Dynasty Trust A.“
Wichtige Erkenntnisse:
Am 30. April 2026 schickten die US-Senatoren Elizabeth Warren (D-MA) und Ron Wyden (D-OR) Briefe an Handelsminister Howard Lutnick und Tether-CEO Paolo Ardoino und verschärften damit die Prüfung eines gemeldeten Tether-Kredits, der mit Lutnicks Familientreuhandvermögen verbunden sein soll. Die Senatoren baten um Auskunft zu möglichen Interessenkonflikten, Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit sowie zu ausländischem Stablecoin-Zugang zu US-Märkten.
Die Anfrage stützt sich auf eine gemeldete New-York-Kreditakte, aus der hervorgehe, dass Tether einen nicht offengelegten Betrag an „Dynasty Trust A“ verliehen habe – einen Trust, der von Lutnicks vier Kindern profitiert. Die Eintragung erfolgte einen Tag, nachdem Lutnick seine Beteiligung an Cantor Fitzgerald verkauft und dabei an seine Kinder veräußert hatte. „Wenn die Berichte über diesen Kredit zutreffen, würde das ernsthafte Fragen zu der Beziehung zwischen Minister Lutnick und Tether aufwerfen sowie zur Frage, inwiefern Tether den politischen Entscheidungen von Herrn Lutnick Einfluss verschafft“, schrieben Warren und Wyden und fügten hinzu:
„Wir möchten sicherstellen, dass Tether nicht versucht hat, Staatsminister Lutnick zu bestechen oder anderweitig Kontrolle oder Einfluss über ihn auszuüben.“
Die Briefe fügen hinzu, dass der Kredit angeblich durch „alle Vermögenswerte“ abgesichert gewesen sei, die im Treuhandvermögen gehalten werden – darunter mehr als die Hälfte des Eigenkapitals an Cantor Fitzgerald. Die Senatoren erklärten, das Dokument wirft Fragen auf, ob Tether möglicherweise geholfen habe, den Kauf zu finanzieren, und sich zugleich einen Anteil an den Vermögenswerten der Kinder gesichert habe.
Warren und Wyden verwiesen außerdem auf die rechtliche und regulatorische Prüfung, der Tether unterliegt. Sie sagten, USDT sei weltweit zur Finanzierung illegaler Aktivitäten genutzt worden, und verwiesen auf eine gemeldete Untersuchung des US-Justizministeriums aus dem Jahr 2024 zu möglichen Sanktionen und Verstößen gegen Geldwäschevorschriften. Die Briefe ergänzen, dass USDT angeblich von Schwarzmarkt-Händlern für russische Waffen verwendet wurde, von Terrororganisationen, darunter Hisbollah, von Menschenhändlern sowie von staatlichen Akteuren in Nordkorea und Iran. Sie nannten zudem einen britischen Strafverfolgungsfall mit einem mehr als mehrerer Milliarden Tether-basierten Geldwäsche-Plan, einen Bericht der Vereinten Nationen über cyberermöglichte Betrugs- und Geldwäschevorfälle sowie Vollstreckungsmaßnahmen des New Yorker Generalstaatsanwalts und der Commodity Futures Trading Commission.
Die Senatoren forderten Antworten von Lutnick und Tether bis zum 13. Mai 2026. Der Brief an Tether fragt, ob das Unternehmen den Kredit bereitgestellt habe, ob es dabei geholfen habe, Lutnicks Veräußerung zu finanzieren, welche Rolle Lutnick dabei gespielt habe und ob der Kredit USDT hinterlegt. Der Brief an Lutnick fragt nach seiner Kenntnis von dem Kredit, dessen Größe und Konditionen, den Kommunikationswegen mit Tether, seiner Rolle im „Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins (GENIUS) Act“ sowie nach etwaigen Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit, die durch Amtsträger geäußert wurden. Warren und Wyden schrieben:
„Der GENIUS Act mag nun Gesetz sein, aber während der Kongress Gesetzgebung zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte prüft, müssen wir sicherstellen, dass politisch verbundene Krypto-Interessen keine Sonderbehandlung erhalten und unsere nationale Sicherheit untergraben.“
Die Anfrage hält den gemeldeten Kredit, Tethers regulatorische Bilanz und die Stablecoin-Politik weiterhin unter der Kontrolle des Kongresses.
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